Spurensuche
- Synagogen und jüdisches Leben in Bayern
Projekt
Synagogen-Gedenkband Bayern
Universität
Erlangen-Nürnberg
Harfenstr.
16
91054
Erlangen
1930 gab es in Bayern über 250
Synagogen, von einfachen Landsynagogen bis zu architektonischen Meisterbauten
in den Städten. Sie zeugten von der Vielfalt der jüdischen Geschichte in
Franken und den anderen bayerischen Gebieten, bis die meisten von ihnen während
der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft zerstört wurden. Das Projekt
Synagogen-Gedenkband Bayern hat das Ziel, die Geschichte dieser Gotteshäuser
und der Gemeinden, die in und mit ihnen lebten, zu dokumentieren.
Im Vortrag geben die wissenschaftlichen
Mitarbeiterinnen Barbara Eberhardt und Angela Hager anhand von vier Ortsbeispielen einen Einblick in die Arbeit des Projekts.
Nach einer einleitenden Kurzinformation über Ziele und Vorgehensweise des
Projektteams folgt ein kurzer Überblick über die Geschichte der Juden in
Bayern.
Anschließend werden die
Arbeitsergebnisse zu vier Orten vorgestellt:
- zum unterfränkischen
Miltenberg, dessen jüdische Gemeinde im 13. Jahrhundert eine prächtige Synagoge
im gotischen Stil errichtete, deren Fragmente noch heute im Hinterhof einer
Brauerei zu sehen sind;
- zur ehemaligen freien
Reichsstadt Regensburg in der Oberpfalz, deren jüdische Gemeinde im Mittelalter
eine blühende Talmudschule betrieb und die heute wieder im Wachsen begriffen
ist;
- zum mittelfränkischen
Gunzenhausen, dessen jüdische Vergangenheit mittlerweile in zwei
aufsehenerregenden Projekten aufgearbeitet wurde und wird;
- zum kleinen
unterfränkischen Ort Kleinbardorf, in dem die
Beziehungen von Christen und Juden sich im Spannungsfeld zwischen
Dorfsolidarität und Antisemitismus bewegten.
Eine Reflexion über Grenzen
und Chancen der Arbeit am Synagogen-Gedenkband rundet den Vortrag ab.
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Veranstaltungen im Wintersemester 2003/2004