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Collegium Alexandrinum

der Universität Erlangen-Nürnberg

- Wissenschaft für die Öffentlichkeit -

 

 

Wintersemester 2011/12

 

 

 

Das Collegium Alexandrinum informiert die Öf­fentlich­keit innerhalb und außerhalb der Universität durch Veranstaltungen mit Be­richten aus For­schung und Lehre an der Friedrich - Alexander - Uni­versität Er­lan­gen - Nürnberg.

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Seite des Collegium Alexandrinum für Veranstaltungsankündigungen und Informationen in Facebook: http://www.facebook.com/Collegium.Alexandrinum.FAU

 

Veranstaltungen im Wintersemester 2011/12

 

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Themenschwerpunkte im Wintersemester:

- Humangenetik

- Neue Materialtechnologien

- Ethik und Medizin in der DDR

- Standards wissenschaftlicher Praxis

 

 

Vorträge des Collegium Alexandrinum

 

Die Vortragsreihe des Collegium Alexandrinum soll Angehörigen der Uni­versität sowie der Öffentlich­keit aus der Region ex­emplarische Einblicke in die Ar­beit von In­stituten, Kliniken und For­schungszent­ren der Universität ge­ben.

Die Berücksichtigung fachübergreifender Frage­stel­lungen soll zu offener Diskussion und Mei­nungsbil­dung beitragen.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen des Colle­gium Alexandrinum steht allen Inter­essenten offen und ist unentgeltlich.

Zu allen Veranstaltungen des Collegium Alexand­rinum ist eine Anmeldung nicht erforderlich.

Vorträge im Wintersemester 2011/2012

Ort: Aula im Schloss, Erlangen, Schlossplatz 4 (abweichender Ort siehe Veranstaltung)

Zeit: Donnerstags 20.15 Uhr

 

Ethik und Medizin in der DDR

12. Januar 2012

Ethik und Medizin in der DDR: Zur Einführung

Prof. Dr. Andreas Frewer, M.A., Professur für Ethik in der Medizin

Ungeachtet von unterschiedlichen historischen Wertungen der DDR bietet das Thema „Ethik und Medizin“ wichtige und differenzierende Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Menschen. Die Qualität eines Staatssystems spiegelt sich meist am besten im Umgang mit den schwächsten Gliedern: Kranken, Behinderten, psychiatrischen Patienten, Inhaftierten, Sterbenden.

Für das Themenfeld „Ethik und Medizin in der DDR“ stellt sich auch gut nach 20 Jahre nach der Wiedervereinigung eine Reihe von Fragen: In welcher Weise haben Marxismus-Leninismus und Sozialismus das Gesundheitswesen der DDR ethisch geprägt? Was sind die besonderen Spannungen für moralische Fragen des Handelns am Patienten? Wie haben sich Ärzte bei Konflikten zwischen hippokratischen Werten und staatlichen Vorgaben verhalten? Gab es eine stärkere Orientierung an humanistischen Traditionen oder sozialistischer Planerfüllung? Wie sind die Entwicklung und Aufarbeitung seit der Wende einzuschätzen?

Der einführende Vortrag stellt Grundlagen der Medizinethik und ausgewählte Probleme des ärztlichen Handelns in der DDR strukturell vor. Am Beispiel von Opfern und Schreibtisch-Tätern – insbesondere Inoffiziellen Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit – werden ethische Fragen des DDR-Gesundheitswesens exemplarisch problematisiert.

 

Ärzteschaft, Staatssicherheit und Ethik. DDR-Mediziner als Inoffizielle Mitarbeiter

Dr. Francesca Weil, Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden

Aus ihrem gesellschaftlichen Legitimierungszwang heraus maß die SED dem Gesundheitswesen der DDR und damit der Tätigkeit von Ärzten einen überaus großen politischen Stellenwert bei. Mit der Entwicklung eines verstaatlichten Gesundheitswesens ging deshalb auch der Versuch der Parteiführung einher, die Ärzte ihrem Herrschafts-anspruch weitgehend unterzuordnen. Dennoch stand ein großer Teil dieser bildungsbürger-lich geprägten Berufsgruppe mit tradiertem Standesbewusstsein den Anforderungen der SED an eine „sozialistische Ärzteschaft“ überaus kritisch oder sogar ablehnend gegenüber.

Die Mehrheit der Ärzte in der DDR gehörte weder der SED an, noch ließ sie sich auf Spitzeltätigkeiten für die Staatssicherheit ein. Aber der Anteil an Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) unter Ärzten war eindeutig höher als in der Gesamtbevölkerung. Diese Tatsache weist allerdings nicht auf eine besondere Anfälligkeit der Ärzte für denunziatorisches Verhalten hin, sondern bestätigt einmal mehr, dass die Partei- und Staatsführung diese Berufsgruppe besonders penibel observieren ließ.

Im Mittelpunkt des Vortrages stehen die spezifischen Merkmale der konspirativen Zusammenarbeit von Ärzten mit dem Staatssicherheitsdienst. Dabei geht es im Einzelnen um die mannigfaltigen Motive für die Kooperationswilligkeit, um Schwerpunkt- und Aufgabenbereiche, Dauer und Intensität der Spitzeltätigkeit, Quantität und Qualität der abgefassten Berichte sowie um die Frage, wer, wie oft und aus welchem Grund die ärztliche Schweigepflicht gebrochen hat. Diese differenzierte Betrachtung soll letztendlich zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit Denunziationen, ihren Ursachen und Folgen beitragen.

 

 

19. Januar 2012

Der lange Schatten der Geschichte.

Podiumsdiskussion zum Thema „Weiterleben nach Medizin-Erfahrungen in der DDR“ mit  Dipl.-Ing. (FH) für Hochbau, Dipl.-Soz.arb./Soz.päd. (FH) Kornelia Beer (Hochschule Mittweida) - Dr. Florian Bruns (Geschäftsführung Klinisches Ethikkomitee) - Dr. Rainer Erices (Ethik in der Medizin) - Prof. Mark R. Thompson, Ph.D. (Politische Wissenschaft)

Moderation: Prof. Dr. Andreas Frewer, M.A.

 

 

 

 

 

Führungen des Collegium Alexandrinum

 

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Schloß in Erlangen vom Schloßgarten aus gesehen

Neben dem Vortragsprogramm bietet das Collegium Alexandrinum in jedem Semester Führungen an, insbesondere durch die Sammlungen und Gärten der Universität.

Auch zu den Führungen des Collegium Alexand­rinum ist eine Anmeldung nicht erforderlich.

Auf den Seiten der Universität ist eine Zusammenstellung der Universitätssammlungen zu finden. Verfügbar ist unter anderem auch ein Faltblatt zu den Sammlungen.

Die Martius-Pharmakognosie-Sammlung wird hier auf Seiten des Collegium Alexandrinum beschrieben.

 

Führungen im Wintersemester 2011/2012

Samstag,

14. Januar, 10 Uhr

Anatomische Sammlung

Anatomisches Institut, Krankenhausstraße 9

Führung: Prof. Dr. Winfried Neuhuber

Samstag,

21. Januar, 11 Uhr

 

Medizinische Sammlung

Artilleriestraße 70, Hofgebäude

Führung: PD Dr. Fritz Dross

Samstag,

28. Januar, 10 Uhr

Botanischer Garten: Führung durch die Gewächshäuser

Palmen: Erforschung durch den Erlanger Carl Friedrich Phillipp Martius und ihre weltweite Nutzung

Treffpunkt: Botanischer Garten, Eingang Wasserturmstraße

Führung: Dr. Peter Titze

Sonntag,

5. Februar, 15 Uhr

Schloss, Schlossgarten und historische Bauten der Universität am Schlossgarten

Treffpunkt: Schlossplatz vor dem Eingang zum Schloss

Führung: Bernhard Wieser, M.A.

 

 

 

 

Das Collegium Alexandrinum der Universität Erlangen-Nürnberg

 

Finanzierung

Das Collegium Alexandrinum ist zur Fortsetzung der Arbeit auf Spenden angewiesen.

Spenden werden deshalb dankend ent­gegengenommen.

Spendenbescheinigungen werden auf Wunsch aus­gestellt.

 

 

Träger

Das Collegium Alexandrinum wird von einem Förderkreis (der Fördergemeinschaft des Collegium Alexandrinum e.V.) unter dem Ehrenvorsitz des Rek­tors der Universität getragen.

1. Vorsitzende der Förderergemeinschaft:

Prof. Dr. Renate Wittern-Sterzel (Geschichte der Medizin)

Dem Vorstand gehören ebenfalls an:

als Geschäftsführer Dr. Rudolf Kötter,

als Kassier Bernhard Wieser, M.A.,

Dr. Elisabeth Preuß (Bürgermeisterin der Stadt Erlangen)

 

Leiter der Veranstaltungen ist

Bernhard Wieser M.A.

 

 

Ziele und Geschichte

Das Collegium Alexandrinum wurde 1956 im Rahmen der Be­mühun­gen um eine zeitgemäße Form des „Stu­dium Generale“ gegründet.

 

Johann Adam Stupp:

Ein Rückblick auf 50 Jahre Collegium Ale­xandrinum (1956-2006)

 

 

Fernsehaufzeichnungen der Vorträge

Ein Teil der Vorträge im Collegium Alexandrinum wird aufgezeichnet.

Die Vorträge werden in der Sendereihe Alpha-Campus in BR-alpha des Bayerischen Rundfunks gesendet.

Nach der Ausstrahlung werden die Videodateien durch UNI-TV Erlangen im Internet zum Download zur Verfügung gestellt:

Video-Portal der Universität Erlangen-Nürnberg mit den neueren Aufzeichnungen

Bisherige Vorlesungsaufzeichnungen durch UNI-TV (vollständige Liste)

 

 

Archiv der Programme

Programme ab Sommersemester 2003 (Stand:2.3.2010)

 

Themenschwerpunkte der Vorträge im Sommersemester 2011:

Immunologie (5 Vorträge)

IT-Sicherheit (2 Vorträge)

Aromagarten (1 Vortrag)

 

Themenschwerpunkte der Vorträge im Wintersemester 2010/2011:

Das rätselhafte Aussterben der Dinosaurier

Ingenieure des Lebens – Ziele und Methoden der Synthetischen Biologie

Jahresende

Islam in unserer Welt

 

Themenschwerpunkte der Vorträge im Wintersemester 2009/2010

60 Jahre Grundgesetz

Vor Weihnachten

Exzellenz

Neoliberalismus

Zum Ende des Semesters

 

Themenschwerpunkte der Vorträge im Sommersemester 2009

Astronomie (8 Vorträge)

Ausklang des Semesters (1 Vortrag)

 

Themenschwerpunkte der Vorträge im Wintersemester 2008/2009

Altern von Werkstoffen und Produkten

Exzellenz an der Universität Erlangen-Nürnberg

Zum Ende des Jahres

Der Mensch im Alter

 

Themenschwerpunkte der Vorträge im Sommersemester 2008

Doping und Sport (2 Vorträge)

Exzellenz – Unsere Gewinner aus der Exzellenzinitiative stellen sich vor (2 Vorträge)

Die Entwicklung des Universums und des Lebens (5 Vorträge)

Zum Jahr der Mathematik (2 Vorträge)

 

Themenschwerpunkte der Vorträge im Wintersemester 2007/2008

Bildung in Europa“ (3 Vorträge: 24.10. bis 8.11.2007)

Stammzellforschung“ (4 Vorträge: 15.11. bis 6.12.2007)

Zum Ende des Jahres“ (13.12. und 20.12.2007)

Organtransplantation“ (5 Vorträge: 10.1. bis 7.2.2008)

 

Themenschwerpunkte der Vorträge im Sommersemester 2007

Arbeitsmarktforschung“ (4 Vorträge: 19.4. bis 10.5.2007)

 

 

Vorträge von Prof. Dr. Karl Knobloch seit 2003

 

 

 

Stand 9.1.2012

Impressum

Verantwortlich für dieses Internetangebot:

Bernhard Wieser, M.A. , Beethovenstraße 9, 91052 Erlangen, Telefon: 09131-993750, Mobil: 0163-4199898,Telefax: 09131-970319, E-Mail: kontakt@collegium-alexandrinum.de (siehe Impressum).